StartArtikelVcG Neuhof Open: Profis auf und neben dem Platz

VcG Neuhof Open: Profis auf und neben dem Platz

Bis zu 11 Fuß auf dem Stimpmeter: Das Platz-Setup bei der VcG Neuhof Open bestimmt die Pro Golf Tour und der Turnierdirektor war schon mal da.

Marcus Hamberger in der Vorbereitung auf die VcG Neuhof Open
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Auf dem Parkland Course des Golf-Club Neuhof sind bei den Amateuren schon etliche hochrangige nationale und internationale Titel vergeben worden, wie etwa die IAM der Damen und der Herren. Mit den VcG Neuhof Open vom 23. bis 25. Juni wird auf dem Meisterschaftsplatz in Dreieich zum ersten Mal ein Profi-Turnier ausgetragen. Für die Verantwortlichen im Club eine neue Herausforderung, denn der Veranstalter Pro Golf Tour setzt bei den Austragungsorten seiner Turniere bestimmte sportliche, infrastrukturelle und organisatorische Bedingungen voraus. Turnierdirektor Marcus Hamberger war dazu schon Ende März im Golf-Club Neuhof und hat das Umfeld, die Trainingsmöglichkeiten und den Platz Bahn für Bahn besichtigt. Mitte Fairway hat ihn dabei begleitet.

Setup wird zur Not an Wetterbedingungen angepasst

Als Erstes werden die Teeboxen unter die Lupe genommen. Hamberger prüft, ob sie ausreichend Platz bieten, um die Tee-Marker für drei Turniertage setzen zu können. Vor jeder Turnierrunde wird dann ein Course-Setup vorgenommen. Das Pro Golf Team bestimmt unter anderem die genaue Abschlagsposition, setzt kleine farbliche Markierungen und positioniert dort die Tee-Marker. Faktor Wetter: Sollte zum Beispiel sehr starker Gegenwind eine Par-4-Bahn zu anspruchsvoll machen, können auch statt der weißen Abschlagboxen – auf der Pro Golf Tour der Standard – Alternativen ins Spiel kommen.

Auf dem Weg zu den Grüns werden auf den Fairways die Bunker und Penalty Areas aktualisiert, Messpunkte gesprüht und in ein spezielles Birdie-Book für die 156 Teilnehmer eingetragen. Dann wird festgelegt, an welchen Stellen einer Bahn Ballspotter sinnvoll sind. Dies gilt auch für Forecaddies. „Diese sorgen zum einem für Sicherheit und können somit auch das Spieltempo aufrechterhalten. Ein wichtiger Faktor für das Pace of Play sind auch die Wege zwischen den Spielbahnen“, sagt Marcus Hamberger. Auf dem Neuhöfer Parkland-Course zum Beispiel wird zwischen den Bahnen vier und fünf Zeit hinzugerechnet.

VcG Neuhof Open ist Schlusspunkt des German Swing

Die VcG Neuhof Open werden der Schlusspunkt des sogenannten German Swing – drei neue Turniere der Pro Golf Tour auf deutschem Boden direkt hintereinander. Vor dem Event in im Golf-Club Neuhof finden die VcG Bodensee Open im Golfclub Owingen-Überlingen am Bodensee und die VcG Köln Open im Golf- und Land-Club Köln in Refrath statt. Jeder ausrichtende Club erhält vom Tour-Management eine Liste mit Vorgaben. Marcus Hamberger betont aber, „darauf stehen Richtwerte, keine Pflichtwerte“.

Die Pro Golf Tour berücksichtigt bei all ihren Turnieren immer die örtlichen und klimatischen Gegebenheiten. So gelten zum Beispiel bei der Schnitthöhe von Fairways und Grüns in Ägypten ganz andere Werte als in Deutschland. „Außerdem werden wir immer nachhaltig entscheiden“, so Hamburger. „Sollte es etwa sehr heiß sein, werden wir die Grüns weniger kürzen lassen, damit im Nachhinein kein Schaden entsteht.“

Pin-Positions werden Tage vorher festgelegt

Und die Grüns können am Ende ja auch der Faktor dafür sein, wer sich von den jungen Profis am 25. Juni in Neuhof als Sieger den größten Teil des Gesamtpreisgeldes in Höhe von 40.000 Euro sichert. Die Pin-Positions auf den Grüns werden für das gesamte Turnier Tage vorher festgelegt, eingemessen und markiert. Die Greenkeeper stechen die Löcher dann passend für die jeweilige Turnierrunde. „Wenn das Wetter passt,“ sagt Turnierdirektor Marcus Hamberger, „rechne ich in Neuhof mit einem Wert von 10,5 bis 11 Fuß auf dem Stimpmeter.“ Allerdings werde die Rolleigenschaft des Balles immer wichtiger sein als die Geschwindigkeit. Auch rund um die Grüns muss alles stimmen. So sollen die Bunker in guten Zustand sein und die Bunkerkanten sauber gestochen werden, damit es zum Design des Parkland-Courses passt.

„Der größte Unterschied etwa zu einem DGL-Spieltag,“ sagt Sascha Baumann, der Head-Greenkeeper im Golf-Club Neuhof, „ist die Dauer des Events“. Statt ein Wochenende wie bei der Deutschen Golf Liga, sind es beim Pro Golf Turnier gleich fünf Tage, an denen sein Team jeden Tag die gleichen Bedingungen liefern müsse. Die Nacharbeiten nach jeder Runde wie das Entfernen von Divots und Pitchmarken müssen bis zum nächsten Morgen erledigt sein. Zusätzlich werden alle Flächen vor jedem Turniertag neu gemäht. „Nebenbei müssen wir in den fünf Tagen auch noch den Skyline-Course, den Kurzplatz, die Driving Range und das Pitch-and-Putt-Areal am Laufen halten.“ Organisatorisch werde es spannend.“ Aber wir proben schon jetzt alle Abläufe und hoffen, dass das Wetter mitspielt“, sagt Baumann.

Turnierdirektor Hamberger über GC Neuhof: „Es sind Profis“

Dass bei der VcG Neuhof Open alles gut funktionieren wird, daran hat Marcus Hamberger keine Zweifel. Nach der Platzbesichtigung, dem Gespräch mit Management und Greenkeeping sagte er, der Platz sei bereits in einem sehr guten Zustand und alle wüssten, was zu tun sei. „Es sind Profis, und der Golf-Club Neuhof hat viel Erfahrung mit großen Turnieren.“

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