StartArtikelNeuhof-Teams verpassen Heimsieg zum Saisonstart

Neuhof-Teams verpassen Heimsieg zum Saisonstart

Mannheim-Vierheims Herren landen am ersten Zweitliga-Spieltag knapp vor dem Golf-Club Neuhof. Die Neuhof-Damen werden beim Heimspiel Dritte.

1. Spieltag der 2. DGL 2026 im Golf-Club Neuhof
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Der Auftakt der 2. Deutschen Golf Liga (Gruppe Mitte) brachte auf der anspruchsvollen Anlage des Golf-Club Neuhof einen spannenden Wettkampf – vor allem bei den Herren. Als am späten Nachmittag die ersten Vierer ins Clubhaus zurückgekehrt waren, lagen die Gastgeber und der Golfclub Mannheim-Viernheim schlaggleich an der Spitze. Erst in den letzten Vierern fiel die Entscheidung über den Tagessieg. Den holte sich am Ende mit 37 Schlägen über Par und einem Vorsprung von zwei Schlägen das vom Tourspieler und Team-Europameister von 2020 Marc Alexander Hammer (70/-2) angeführte Team aus Mannheim-Viernheim.

Mannheim-Viernheim Coach: „Das war überragend“

Sehr zur Freude des nach fast acht Jahren im Frankfurter Golf Club nach Viernheim als Trainer zurückgekehrten Keith Coveney. „Das war überragend. Neuhof war auf dem eigenen Platz klarer Favorit. Wir haben gewonnen, weil unser Teamspirit sehr gut war. Die Jungs haben sehr organisiert und strukturiert gespielt, haben auch Geduld bewiesen, die man auf diesem Platz braucht. Natürlich hat uns die tolle Runde von Marc Alexander geholfen, aber ich war auch beeindruckt, wie gut und nervenstark sich unsere jungen Spieler geschlagen haben“, sagte der 52 Jahre alte Ire Coveney.

Das gastgebende Team brachte sich um den möglichen Tagessieg mit einigen schwächeren Einzel-Runden. „Ich habe noch nie in der DGL auf unserem Platz 81 Schläge gebraucht. Vier Doppelbogeys sind indiskutabel“, ärgerte sich Routinier Jan-Phillip Heyen. „Dreimal habe ich den Abschlag versaut, einmal habe ich mich bei dem in der Höhe doch ziemlich starken Wind verschätzt. Ich dachte, ich habe Gegenwind und habe den Ball zu weit geschossen.“

„Durch Ungeduld zusätzliche Schläge eingehandelt“

Noch schlimmer erging es Tim Nachtwey, der zum Saisonauftakt der DGL mit +11 nur das Streichresultat lieferte. Bester Neuhof-Einzelspieler war Yannic Völker mit einer Par-Runde. Die restlichen Team-Mitglieder spielten ordentliche Einzel (alle +3 bis +5). „Eine +3 war bei den wechselnden Winden schon eine gute Runde“, kommentierte Neuhofs Herren-Trainer Max Röhrig die Resultate. Einige hätten es aber nicht begriffen und gemeint, sie müssten etwas Außergewöhnliches tun, um den Score zu verbessern. „Durch ihre Ungeduld haben sie sich zusätzliche Schläge eingehandelt“, so Röhrig.

In den Vierern holte Neuhof dann Schlag um Schlag auf. Yannic Völker und Moritz Küls spielten trotz eines Doppelbogeys auf dem neunten Loch und Bogey auf der abschließenden Bahn „even Par“. Gebhardt/Durdov lagen nach 15 Löchern noch +1. Doch dann wiederholte der mit Bastian Graf spielende Jan-Phillip Heyen das Doppelbogey auf Bahn 18, Benedict Gebhardt/Nikola Durdov verpatzten das 16. Loch. Spätestens als Tom Barzen/Philipp-Noah Nazet auf der 17 ein Doppelbogey produzierten, war die Hoffnung auf den Tagessieg dahin.

Immerhin blieb der Golf-Club Neuhof (+39) sicher auf Rang zwei vor dem GC Heddesheim (+45), dem GC Dresden Ullersdorf (+50) sowie dem Aufsteiger Golf Club Würzburg (+81). „Das war schon eine Enttäuschung“, bekannte Max Röhrig. „Wir haben nicht das gezeigt, was wir können. Meistens lag es an der Anpassung an die Verhältnisse und an falscher Spielstrategie. Einige Male haben die Jungs auch den falschen Schläger gewählt. Wir können es besser. Und das wollen wir am zweiten Spieltag in Dresden unter Beweis stellen.“

Damen: Westpfalz und Marienburg vor Neuhof

Bei den Damen setzte sich mit insgesamt +30 der Erste Golfclub Westpfalz durch. Das Team aus Schwarzbachtal führte bereits nach den Einzeln, stellte mit Emma Lahaije (73/+1) auch die Tagesbeste. Nur einen Schlag mehr brauchte Lokalmatadorin Linn Emily Weber, die den Golf-Club Neuhof (+37) hinter dem Marienburger GC aus Köln (+33) auf Rang drei führte. „Dafür, dass ich erkältet bin und dass es in diesem Jahr erst mein zweites Turnier war, kann ich mit meiner Runde sehr zufrieden sein. Ich habe vor allem gut geputtet. Bei den Übungsrunden unter der Woche waren die Fahnen viel schwieriger gesteckt, jetzt sehr fair“, so Weber. Auch in den Vierern lieferte sie gemeinsam mit Alicia Kalbrunner (75/+3) das beste Resultat im Team, das deutlich vor dem Aachener Golf Club (+70) sowie dem ein wenig enttäuschenden Team vom Mainzer Golfclub (+72) lag.

„Es war ein recht ruhiger Spieltag. Dass die drei vorne liegenden Teams ungefähr auf einem Level spielen, hat sich schon in der vergangenen Saison angedeutet“, meinte Trainer Martin Keskari. „Da hatten wir einige Male das Quäntchen Glück, diesmal waren es die Pfälzer. Wir haben den Start ein wenig verschlafen, die gute Steigerung in den Vierern konnte es nicht mehr herausreißen.“ Verzichten mussten die Neuhöferinnen auf Felicitas Rahlfs wegen deren Jura-Staatsexamens. Am zweiten Spieltag der DGL 2026 treten die Damen aus Neuhof im Aachener Golfclub an.

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