StartArtikelHofheimer Jugendwart für DGV-Nachwuchspreis nominiert

Hofheimer Jugendwart für DGV-Nachwuchspreis nominiert

Die erfolgreiche Jugendarbeit im Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne erhält bundesweit Anerkennung: Jugendwart Andreas Rathmann ist für den DGV-Nachwuchspreis nominiert. 

Andreas Rathmann mit Jugendgolfern im Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne
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An das Goldzertifikat für eine hervorragende Jugendarbeit hat man sich im Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne fast schon gewöhnt. Im Dezember bekamen die Hofheimer die Auszeichnung bereits zum vierten Mal vom Deutschen Golf Verband (DGV) verliehen. Damit gehören sie offiziell zu den besten 26 Vereinen, wenn es um die Förderung von Kindern im Golfsport hierzulande geht – und ihre Gewinnung. Letztere betreibt der Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne so geschickt und erfolgreich, dass Jugendwart Andreas Rathmann nun für den DGV-Nachwuchspreis 2025 nominiert ist.

Rathmann: „Nominierung macht mich stolz“

„Allein schon die Nominierung macht mich stolz und zeigt, dass die beharrliche Arbeit unseres Jugendteams sogar bundesweit wahrgenommen wird“, sagt Rathmann. Seit zehn Jahren engagiert sich der ehemalige Manager einer Großbank in seinem Heimatclub für den Nachwuchs. Rund 250 jugendliche Golferinnen und Golfer gibt es in Hof Hausen vor der Sonne, 160 davon nehmen am regelmäßigen Training teil. Anfangs waren es mit Andreas Rathmann fünf Ehrenamtler, die die Jugendarbeit koordinierten, inzwischen sind es 15. Eine Größe, die hierzulande einzigartig sein dürfte.

„Drei Erfolgsfaktoren fallen hier im Vergleich zu anderen Golfanlagen auf“, sagt Markus Lawatsch, Leiter Marketing und Marktforschung beim DGV, der sich das Konzept von Andreas Rathmann genau hat erklären lassen. „Ein großes und sehr gut zusammenarbeitendes Team. Das Angebot eines echten Schnupperkurses, an dem Kinder und Jugendliche bis zu achtmal kostenlos teilnehmen können. Und drittens die kontrollierte Kommunikation unter Einbeziehung der Mitglieder des Golf-Clubs durch Mitgabe von Informationsmaterial an befreundete Kinder und deren Eltern.“ Die Hofheimer Schnupperkurse seien nicht zu vergleichen mit der üblichen Einladung, mal am Jugendtraining teilzunehmen, wie es sie auf den meisten Golfanlagen gibt.

100 Kinder im vergangenen Jahr beim Schnupperkurs

Etwa 100 Kinder kamen im vergangenen Jahr laut Andreas Rathmann zu Schnupperkursen, mehr als 60 davon traten anschließend in den Club ein. Nicht alle von ihnen wollen derweil die nächste Esther Henseleit oder der nächste Martin Kaymer werden. „Eine gute Jugendarbeit macht aus meiner Sicht aus, Spielerinnen und Spieler bei entsprechender Eignung und Eigenmotivation so zu fördern, dass sie auf nationaler Ebene mitspielen können“, ist Rathmann überzeugt. „Wir freuen uns aber auch über Kinder, die statt großer Ambitionen einfach nur Spaß am Golf haben.“

Der 67-Jährige sagt, er fahre selbst leidenschaftlich gerne Ski, müsse deswegen aber nicht am Nacht-Slalom von Schladming teilnehmen. Dass der Vorstand im Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne das genauso sehe und dem Jugendteam entsprechend Rückendeckung gebe, sei ein großes Glück und die Grundlage für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Jugendteams, sagt Andreas Rathmann.

Wobei anfangs – vor zehn Jahren – im Club durchaus noch Skepsis zu spüren gewesen sei: Wozu so viele Kinder? Gibt es dann noch genügend Platz auf der Driving Range? Wie ist es mit den Startzeiten? Die Aufregung habe sich schnell gelegt, bestätigt auch Hof Hausens AG-Vorstand Mark Niendorf. „Wenn sich ein älteres Mitglied mal über ein Kind ärgert, dann sollte man das nicht überbewerten“, sagt Jugendwart Rathmann. „Schließlich soll es vorkommen, dass sich ältere Mitglieder genauso auch mal über ältere Mitglieder aufregen.“

Jury entscheidet beim DGV-Jugendauftakt am 28. Februar

Zwar ist es namentlich Andreas Rathmann, der nun für den DGV-Nachwuchspreis nominiert ist. Ohne seine ehrenamtlichen Mitstreiter, betont er, wäre es jedoch nie soweit gekommen. Jede Altersklasse im Golf-Club Hof Hausen vor der Sonne hat inzwischen zwei eigene Kapitäne – jeweils weiblich und männlich –, die nicht nur mitreden, sondern auch mitentscheiden. Andreas Rathmann sieht darin eine Wertschätzung gegenüber ihrem ehrenamtlichen Engagement.

Am 28. Februar, beim „Jugendauftakt“ des DGV, dürfen Andreas Rathmann und die anderen beiden Nominierten (Marcel Dannehl vom Golf Club Verden und Ute Hoffmann vom Golfclub Buchholz-Nordheide) sich und ihre Arbeit einer Jury vorstellen, die dann den Preisträger wählt. Ob Andreas Rathmann den DGV-Nachwuchspreis in der Kategorie Jugendwart/Jugendkoordinator erhält oder nicht – er hat schon Pläne, wie er die Jugendarbeit in seinem Club in Zukunft weiter aufwerten will. Die Hofheimer Jugendlichen sollen bei Wettkämpfen nach Möglichkeit noch häufiger von Trainern betreut werden. „Ich hätte nicht dagegen, wenn wir es bald mit vier Jugendmannschaften ins Bundesfinale schaffen“, sagt der Jugendwart. „Aber genauso freue ich mich darüber, wenn ich auf unserem Platz drei Generationen gemeinsam Golf spielen sehe.“

Ausgezeichnete Jugendarbeit in der Rhein-Main-Region

Im Qualitätsmanagement für die Nachwuchsförderung haben aus der Rhein-Main-Region auch der Frankfurter Golf Club, der Golf-Club Neuhof und der Golfclub Rheinhessen Hofgut Wißberg St. Johann das Goldzertifikat vom Deutschen Golf Verband erhalten. Silber erhielten der Mainzer Golfclub, der Golf-Club Main-Taunus. Bronze ging an den Golf Club Würzburg, den Licher Golf-Club, den Golf-Club Winnerod und den Golf-Club Schloss Braunfels.

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