Die Herren des Frankfurter Golf Club haben am zweiten Spieltag der 1. Deutschen Golf Liga (Gruppe Süd) ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Auf der Anlage des Golfclub Augsburg belegte das Team von Trainer Jan Pelz mit insgesamt acht Schlägen unter Par den zweiten Platz und untermauerte damit seine Ambitionen auf die Teilnahme am Final Four. Nach Rang drei zum Saisonauftakt in St. Leon-Rot gelang Frankfurt der erhoffte Schritt nach vorne im Kampf um die Spitzenplätze der DGL 2026. „Da, wo wir mit Tabellenplatz zwei jetzt sind, wollen wir hin“, sagt FGC-Coach Pelz.
St. Leon-Rot weiter in einer eigenen Liga
Lediglich Dauerfavorit St. Leon-Rot spielte mit 30 Schlägen unter Par auch in Augsburg in einer eigenen Liga. Dahinter setzte sich Frankfurt jedoch klar von der Konkurrenz ab. Der Münchener Golfclub blieb bei fünf unter Par auf Rang drei, Gastgeber Augsburg (+15) und Aufsteiger Habsberg (+20) folgten mit deutlichem Abstand.
Bereits in den ersten Einzeln legte das Frankfurter Team den Grundstein für den Erfolg. Michael Pfeifer und Tim Opderbeck eröffneten den Spieltag jeweils mit starken 70er-Runden (-3). Neuzugang Janis Erll bestätigte mit einer 71 (-2) einmal mehr seine hervorragende Form. Auch Nico Guldan blieb mit 71 Schlägen zwei unter Par. Nach den ersten Einzeln lag Frankfurt bereits sieben Schläge unter Par.

In den Vierern behauptete der FGC seine starke Position. Stefan Wiedergrün und Gunar Petersen spielten eine 71 (-2), Janis Erll und Nico Guldan steuerten eine 72 (-1) bei. Damit gehörte Frankfurt erneut zu den besten Teams des Tages und ging aussichtsreich in die abschließende Einzelrunde.
Frankfurter klettern auf Tabellenplatz zwei
Dort zeigte sich einmal mehr die Ausgeglichenheit des Kaders. Guldan und Wiedergrün unterschritten den Platzstandard jeweils um zwei Schläge (71), Erll und Pfeifer lieferten 72er-Runden (-1) ab. Zwar konnten die Frankfurter Tabellenführer St. Leon-Rot nicht gefährlich werden, sie verteidigten ihren zweiten Rang jedoch souverän gegenüber den Verfolgern.
Für Trainer Jan Pelz dürfte das Ergebnis eine Bestätigung seiner Einschätzung vor Saisonbeginn sein. Der frühere Nationalspieler hatte die Mannschaft gezielt verstärkt und insbesondere von den Neuzugängen Janis Erll und Nico Guldan einen Qualitätsschub erwartet. Beide zählen nach zwei Spieltagen bereits zu den Leistungsträgern des Teams. Vor allem Guldan, der vom GC Heilbronn nach Frankfurt wechselte, und Erll, der vom Golf-Club Neuhof kam, rechtfertigen ihre Verpflichtungen eindrucksvoll.
„Nicos Leistungen haben mich gar nicht so sehr überrascht, weil er schon in der Vorbereitung unsere interne Rangliste gewonnen hat“, erklärt Pelz. „Janis dagegen spielt deutlich stärker als in Neuhof und hat aus meiner Sicht sogar noch Luft nach oben.“ Wäre eine Reihe von kürzeren Putts gefallen, hätte Erll in Augsburg laut Pelz auch leicht sechs unter Par spielen können. Froh war der Trainer auch über das gute Bundesliga-Debüt des erst 15-jährigen Edward Horn, der im Einzel drei über Par spielte.

Nach zwei Spieltagen befinden sich die Frankfurter damit voll auf Kurs in Richtung Final Four, das Trainer Pelz als klares Saisonziel ausgegeben hat. Am kommenden Spieltag im Golfclub am Habsberg wird Collegespieler Nicolas Eberhard genauso wieder zum Team dazu stoßen wie Ben Bradley, der kürzlich Vater geworden ist. „Unser großer Vorteil ist unsere Kadertiefe und dass wir kaum Katastrophenrunden spielen“, so Pelz. Er halte es sogar für möglich, am vierten Spieltag auf eigenem Platz vor St. Leon-Rot ganz oben zu stehen. Frankfurt hat unterstrichen, dass es in der DGL 2026 nicht nur mitspielen, sondern erstmals seit Jahren wieder um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft kämpfen will.
FGC-Damen rutschen auf Tabellenrang vier ab
Nach dem gelungenen Saisonauftakt in St. Leon-Rot haben die Damen des Frankfurter Golf Club am zweiten Spieltag der 1. Deutschen Golf Liga (Gruppe Süd) einen Dämpfer hinnehmen müssen. Auf der Anlage des 1. Golf Club Fürth belegte das Team von Trainerin Verena Scholz mit insgesamt 40 Schlägen über Par den fünften und damit letzten Platz des Spieltags. Nach Rang drei zum Saisonauftakt rutschen die Frankfurterinnen damit in der Tabelle auf Platz vier ab.

Bereits in den Einzeln am Samstagmorgen zeichnete sich ab, dass die Hessinnen nicht an die Leistungen des ersten Spieltags würden anknüpfen können. Anouk Heinz eröffnete mit einer 74er-Runde (+2) als beste Frankfurter Spielerin. Emily Böhrer und Katharina Hesse folgten mit jeweils 75 Schlägen (+3), Johanna Kirch und Helen Tamy Kreuzer kamen mit 76 Schlägen (+4) ins Clubhaus. Die gewerteten Ergebnisse summierten sich auf 16 Schläge über Par.
Auch in den Vierern gelang es dem FGC nicht, entscheidend Boden gutzumachen. Johanna Kirch und Emily Böhrer spielten eine 76 (+4), Helen Tamy Kreuzer und Lea Ludwig benötigten 77 Schläge (+5). Die dritte Paarung wurde als Streichergebnis gewertet.
Ludwig und Kirch mit besten FGC-Einzeln am Sonntag
Im abschließenden Einzel am Sonntag blieb die erhoffte Aufholjagd aus: Lea Ludwig und Johanna Kirch lieferten mit jeweils 73 Schlägen (+1) die besten Frankfurter Ergebnisse des Tages ab. Helen Tamy Kreuzer und Katharina Hesse kamen jeweils auf 76 Schläge (+4), Anouk Heinz auf 77 (+5). Die gewerteten Resultate ergaben weitere 15 Schläge über Par.

Nach zwei Spieltagen liegen die FGC-Damen nun mit insgesamt 80 Schlägen über Par und vier Tabellenpunkten auf Rang vier. An der Spitze hat sich St. Leon-Rot mit nur zwölf Schlägen über Par und zehn Punkten bereits etwas abgesetzt. Dahinter folgen der Stuttgarter GC Solitude (46 über Par/acht Punkte) und der Münchener Golfclub (70 über Par/fünf Punkte). Die Münchnerinnen verdrängten den FGC durch ihren dritten Platz in Fürth auf Rang vier. Hinter Frankfurt liegt lediglich Gastgeber Fürth mit 113 über Par und drei Punkten.
Für Trainerin Verena Scholz und ihre Mannschaft ist die Ausgangslage damit anspruchsvoller geworden. Positiv bleibt, dass insbesondere Lea Ludwig und Johanna Kirch in der Schlussrunde zeigten, dass das Team das Potenzial besitzt, deutlich weiter vorne mitzuspielen.
















