StartArtikelMainzer Jugend mit Hole-in-one zur Titelverteidigung

Mainzer Jugend mit Hole-in-one zur Titelverteidigung

Der Mainzer Golfclub verteidigt bei der Jugend-Mannschaftsmeisterschaft von Rheinland-Pfalz/Saarland den Titel. Matti Pitzer macht den Schlag des Turniers.

Matti Pitzer und das Jugend-Team des Mainzer Golfclub
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Die Nachwuchsgolfer des Mainzer Golfclubs bezwangen auf der Anlage des GC Nahetal beim Finale der LGV Jugend-Mannschaftsmeisterschaft Rheinland-Pfalz/Saarland in einer Neuauflage des letztjährigen Endspiels den GC Weiherhof 4:2. Sie bleiben damit der einzige Rheinland-Pfalz/Saarland-Champion in dem erst 2025 eingeführten Wettbewerb. Ein besonderes Highlight gelang dem Mainzer Matti Pitzer, der an Loch 11 (Par 3) aus 167 Metern ein Hole-in-one spielte.

Widrige Bedingungen am ersten Turniertag

„Von den Handicaps her waren wir favorisiert, aber da das Finale als Matchplay durchgeführt wurde, wussten wir, dass alles passieren kann“, sagt Trainer Shawn Houben, der normalerweise für die Damen-Mannschaft und die weibliche Jugend des Vereins zuständig ist. „Weil hier beide Geschlechter teilnehmen können, mit Greta Götz und Emilia von Rauner zwei meiner Schützlinge im Team standen und ich auch die beteiligten Jungs gut kenne, habe ich das Coaching übernommen“, so Houben. Dadurch, dass die Meisterschaft für Vierer-Teams ausgeschrieben sei, hätten auch kleinere Vereine, die am Wachstum des Jugendbereichs arbeiten, ein Quartett gefunden, das sie melden konnten.

Am ersten Tag fand die Zählspiel-Qualifikation unter widrigen Bedingungen statt. Regen und große Kälte erschwerten das Spiel. Dennoch setzten sich die beiden Favoriten durch. Die Teams kannten sich weitgehend aus dem Vorjahr. Für Mainz waren schon 2025 Emilia von Rauner, Maximin Felix Friederich und Matti Pitzer dabei. Auch im Weiherhofer-Team war ein Großteil zum zweiten Mal im Finale.

Am Sonntag, bei deutlich besseren Wetterbedingungen, führte der Mainzer Golfclub nach den Einzeln, die auf den Bahnen eins bis neun ausgetragen wurden, 3:1. Danach wurde auf den Back-Nine ein 2er-Scramble, ebenfalls über neun Löcher, ausgetragen. Greta Götz und Emilia von Rauner gewannen ihr Lochwettspiel für den Mainzer GC sicher. Das andere, das Maximin Felix Friederich mit seinem Freund Matti Pitzer bestritt, der den im Einzel eingesetzten Nils Stotz ersetzte, wurde nicht zu Ende gespielt, sondern nach dem feststehenden Sieg abgebrochen und abgeschenkt.

Matti Pitzer: „Ich konnte es gar nicht fassen“

Dennoch beherrschte dieser Vierer, genau gesagt: ein Schlag dieser Paarung am Ende die Gespräche. „Die elfte Bahn geht bergauf, so dass ich sehen konnte, dass der Ball gegen die Fahne knallte, aber nicht, dass er ins Loch fiel“, sagt Pitzer. Darum wunderte er sich zunächst über den Jubel der ums Grün versammelten Zuschauer. „Ich konnte es gar nicht fassen, es hat gedauert, bis ich realisiert habe, dass ich zum ersten Mal in meiner Karriere ein Hole-in-one geschlagen habe“, berichtet der 15-Jährige. „Erst als mich alle umarmten, auch die neben mir stehenden Gegner und die herbeigeeilten Mitspielerinnen, die gerade auf der Bahn nebenan waren, habe ich kapiert, was mir gelungen war. Einfach cool!“

Für Matti Pitzer war es das erste „Ass“, nicht aber der erste Triumph. 2024 war er geteilter Brutto-Sieger bei der Martin-Kaymer-Junior-Trophy. „Bei den Clubmeisterschaften der Herren bin ich Dritter geworden und in der AK16 bin ich Clubmeister geworden“, so Pitzer. Auch im Mainzer Oberliga-Team zählt der Schüler seit einem Jahr zum Kader. Durch sein Golfspiel kommt Pitzer herum: Im Januar spielte er in Spanien, von seinem Hole-in-one berichtet er Mitte Fairway zwischen zwei Runden eines Jugendturniers in Issum in NRW. „Golf macht mir viel Spaß. Unsere Familie ist fast komplett von dem Bazillus befallen. Meine Schwester Emma ist 2024 U10-Clubmeisterin geworden, mein Vater und meine Großeltern spielen ebenfalls“, sagt der Mainzer. Er hofft, dass noch viele Hole-in-ones und vor allem noch mehr Titelgewinne folgen werden.

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