StartArtikelBradley und Buller gewinnen Hessische Vierer-Meisterschaft

Bradley und Buller gewinnen Hessische Vierer-Meisterschaft

Dank zweier Birdies auf den letzten beiden Bahnen gewinnen Ben Bradley und Lukas Buller vom Frankfurter Golf Club die Hessische Vierer-Meisterschaft 2026 in Hofgut Georgenthal.

Hessische Vierer-Meisterschaft 2026
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Die Fahnenposition auf dem 18. Grün hätte Ben Bradley nach Runde eins am liebsten geändert. Der Bundesliga-Spieler vom Frankfurter Golf Club versuchte es zumindest mit einem höflichen Hinweis an die Spielleitung: Fast unmöglich sei es, das Loch anzuspielen, ohne dass der Ball ins Wasser rollt. Ausgerechnet auf jene – unveränderte – Fahnenposition machte Bradley in Runde zwei dann den Schlag des Tages, der Lukas Buller und ihm den Weg zum Sieg bei der Hessischen Vierer-Meisterschaft 2026 im Golfclub Hofgut Georgenthal ebnete.

Silber nach Main-Taunus, Bronze nach Neuhof

„Ich wusste schon im Treffmoment, dass der Ball an der Fahne landet“, sagte Bradley anschließend über seinen gewagten Wedge-Schlag auf das schmale Rasenstück zwischen Loch und Wasserhindernis. Lukas Buller lochte anschließend nervenstark den verbleibenden Putt zum Birdie. Für das Frankfurter Duo (77, 71/+8) war es der 148. Schlag des Tages und damit nach zwei Runden im Klassischen Vierer genau einer weniger, als die Zweitplatzierten George Brewer und Max Berger (78, 71/+9) vom Golf-Club Main-Taunus benötigten. Platz drei ging an Tom Barzen und Philipp-Noah Nazet (76, 76/+12) vom Golf-Club Neuhof, die nach Runde eins noch mit einem Schlag in Führung gelegen hatten.

Schon dreimal konnte Frankfurts Ben Bradley damit die Hessische Vierer-Meisterschaft gewinnen – zuvor mit Maximilian Hirsch (2018) und Lennart Brauer (2019). Lukas Buller gewann den Wettbewerb 2021 bereits mit Tim Opderbeck. „Ich hoffe, dass das hier eine gute Vorbereitung war für das, was in dieser Saison vor euch liegt“, sagte Christian Zipf, der Sportwart des Hessischen Golfverbands (HGV) bei der Siegerehrung. Wissend, dass die Bedingungen für die 42 angetretenen Paarungen in den beiden Turnierrunden kaum anspruchsvoller hätten sein können.

Starker Wind und Fahnen in Randlage

Der Golfplatz von Hofgut Georgenthal gilt mit seinen vielen Schräglagen und ondulierten Grüns ohnehin schon als tückisches Terrain. Die extreme Randlage einiger Fahnenpositionen und vor allem starker Wind während der ersten Runde machten den Wettbewerb zu einem wahren Test für Technik und mehr noch für Taktik. Mit zehn Schlägen über Par nach Runde eins noch in den Top Ten zu liegen – und nur vier Schläge hinter der Spitze – sagte alles.

Hessens Landestrainer Thorsten Walter war den ganzen Tag über auf dem Platz unterwegs und beobachtete seine Schützlinge beim Abwägen zwischen Wagemut und Übermut. Zu sehen bekam er eine Hessische Vierer-Meisterschaft mit spektakulären Drives in Nadelöhrpassagen, aber eben auch haarsträubenden Fehlentscheidungen bei der Schlägerwahl. „Spaß haben kann man nicht nur mit dem Driver, sondern auch indem man wenige Schläge macht“, bemerkte Walter später lakonisch.

Deutliche bessere Scores in Runde zwei

Dass die Ergebnisse in Runde zwei im Schnitt deutlich niedriger ausfielen als in Runde eins, lag keinesfalls nur am nachlassenden Wind. Viele Spielerinnen und Spieler passten ihre Strategie den scoring-intensiven Erkenntnissen aus der Vormittagsrunde an. „Wir kommen mit unseren HGV-Wettspielen ganz bewusst auch hier nach Georgenthal“, erklärte HGV-Sportwart Zipf. Der Hinweis, es habe auf dem Platz sechs schwere, sechs mittelschwere und sechs leichte Fahnenpositionen gegeben, sorgte bei der Siegerehrung unter den abgekämpften Teilnehmern noch einmal für Heiterkeit.

Unter anderem bei George Brewer und Max Berger von DGL-Zweitligist Main-Taunus. Mit zwei Schlägen Vorsprung waren die beiden auf die 36. und letzte Bahn des Tages gegangen. Ihr Drive landete im Fairwaybunker. Anders als anschließend Ben Bradley (vom Fairway) wagte es George Brewer aus dem Sand jedoch nicht, das schmale Grün zu attackieren. Erst mit dem dritten Schlag lag das Main-Taunus-Duo auf dem Grün. Drei Putts bedeuteten dann das Double-Bogey, während Bradley und Buller mit zwei Birdies – von insgesamt acht in Runde zwei – aufhörten und damit sogar ein Stechen verhinderten.

„Wirklich enttäuscht sind wir nicht, weil wir gar nicht damit gerechnet hatten, hier heute um den Sieg mitzuspielen“, sagte Max Berger mit der Silbermedaille um den Hals. Die nächste Chance auf eine Goldmedaille gibt es bei der Hessenmeisterschaft der Damen und Herren am 11. und 12. Juli im Golfclub Bensheim.

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