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Altenstädter Pro entwickelt App fürs kurze Spiel

Informatik fasziniert ihn und Golf ist seine große Liebe: Golflehrer Armin Piater hat beides kombiniert und eine Smartphone-App entwickelt, um das kurze Spiel zu verbessern.

Golflehrer Armin Piater hat die App Golf Kurzspiel Testreihe für Short Game entwickelt
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Wenn Armin Piater mit den Spielerinnen und Spielern der Altenstädter Teams raus auf den Platz geht, dann hört er oft diesen einen Satz: „Mein Problem ist der Driver.“ Die Realität sieht meist anders aus, als die Selbstanalyse verspricht. Nach ein paar gespielten Bahnen, sagt Golflehrer Piater, werde deutlich, dass nicht die Abschläge den Score verhageln, sondern eher das kurze Spiel. „Ich kann aus Erfahrung sagen, dass es gar nicht so leicht ist, Schüler davon zu überzeugen, dass Pitchen, Chippen und Putten die größere Baustelle ist.“ Dabei unterstützt ihn neuerdings seine App namens „Golf Kurzspiel Testreihe“, die sich ganz ums Short Game dreht.

Short Game App macht Kurzspiel-Niveau sichtbar

Doch Armin Piater hat sie nicht nur als Argumentationshilfe entwickelt. Die Smartphone-App, davon ist der Golfpro überzeugt, motiviert auch dazu, an seinen Schwächen im kurzen Spiel zu trainieren. „Die meisten Golfer stehen lieber auf der Driving Range und hauen Driver und Eisen, statt mit Putter und Wedge zum Übungsgrün zu gehen“, sagt er. Seine Kurzspiel-App gibt den Nutzern indes Rückmeldung, welchem Handicap-Niveau ihr kurzes Spiel entspricht. „Wer ein Handicap von 9 hat und von 5 träumt, der kann eine 20 beim Chippen oder Putten natürlich nicht stehen lassen“, so Piater.

Seine App umfasst acht Module, die im Schwierigkeitsgrad ansteigen, vom 40 Meter langen Pitch bis zum ein Meter kurzen Putt. Inspiration hat sich Armin Piater unter anderem bei Short-Game-Guru Dave Pelz geholt. Einen großen Vorteil, den die „Golf Kurzspiel Testreihe“ liefert, ist die Kamerafunktion zum Messen der Schlagergebnisse. Sind alle Bälle einer Übung geputtet oder gechipt, lässt sich mit der Smartphone-Kamera ein maßstabsgetreuer virtueller Kreis rund um das Loch ziehen. Sofort wird klar, ob die Bälle innerhalb des Zielradius liegen oder nicht. „Die Kamera muss vor dem Beginn lediglich einmal in der App kalibriert werden“, erklärt Armin Piater. „Dafür entfällt das Aufmalen oder Sprühen von Kreisen auf dem Grün.“

Ein halbes Jahr hat Armin Piater an seiner App gearbeitet

Die Idee zu seiner Kurzspiel-App habe er schon vor zwei Jahren gehabt, so der Golfprofessional. Bei einer Recherche habe er überraschend festgestellt, dass es zwar unzählige Apps zur Schwungkorrektur gebe, aber kaum etwas Brauchbares zum kurzen Spiel. Piater, der selbst noch gerne regelmäßig und gut Golf spielt, hat für die Entwicklung der App seit Jahresbeginn fast komplett auf Golf verzichtet. „Die größte Herausforderung in der Entwicklung war das Kameramodul, das sich bei der Messung nicht nur der Entfernung, sondern auch der Perspektive anpassen muss“, berichtet Piater, der Informatik studiert hat. Künstliche Intelligenz habe ihm dabei geholfen, den gesamten Prozess deutlich zu beschleunigen.

Im Sekretariat des Golfplatzes Altenstadt wirbt bereits ein Aufsteller auf dem Tresen für Piaters „Golf Kurzspiel Testreihe“. 7,99 kosten die Short Game App inklusive aller Funktionen (für iOS, Android). „Das ist weniger als der Preis von drei Golfbällen und lohnt sich definitiv für alle sportlich ambitionierten Golfer“, sagt der gebürtige Dortmunder, der einst im Alter von elf Jahren als Caddie zum Golf kam. Die App mache es möglich, Trainingsfortschritte zu messen und Daten zu exportieren, um sie beispielsweise mit seinem Golflehrer zu teilen. Außerdem werde er die App in Zukunft noch schrittweise erweitern. „Die acht Module sind ein Anfang“, sagt Piater. Schon jetzt ist die Short Game App zweisprachig: deutsch und englisch.

Die Quittung für seine App hat Armin Piater übrigens kürzlich bekommen. Bei der German PGA Teachers Championship 2026 im Golfclub Rittergut Birkhof verpasste der Altenstädter nach zwei Runden den Cut. Natürlich lag es nicht nur am Driver.

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