Es wird heiß. Für die Dauer der VcG Neuhof Open der Pro Golf Tour sind Temperaturen von bis zu 36 Grad im Schatten vorausgesagt. Eine Ausnahme steht daher bereits fest: Die 146 Profis und Amateure im Teilnehmerfeld dürfen während der drei Turnierrunden (Dienstag bis Donnerstag) auf dem Parklandplatz der Golf-Club Neuhof in kurzen Hosen antreten. Im heißen Kampf um das Gesamtpreisgeld von 40.000 Euro mischen auch einige Professionals und Spitzenamateure aus der Rhein-Main-Region mit.
Max Röhrig und Martin Keskari starten bei VcG Neuhof Open
Der ausrichtende Club schickt unter anderem seine beiden Team-Coaches ins Rennen: Herren-Trainer Max Röhrig und Damen-Trainer Martin Keskari. In ihrer Zeit als Tourspieler konnten Röhrig einmal und Keskari sogar dreimal auf der Pro Golf Tour gewinnen. Inzwischen feilen die beiden Jugendtrainer des Jahres 2025 weniger am eigenen Spiel, sondern formen die Talente des Golf-Club Neuhof, überdies als Co-Bundestrainer auch die nationale Amateur-Elite und Pros. Ihre Tour- und Siegeserfahrung, maximale Platzkenntnis und die Tatsache, nichts zu verlieren zu haben, ergeben bei ihnen eine interessante Mischung. „Ich gehe davon aus, dass ein Ergebnis von acht bis zehn Schlägen unter Par zum Sieg reichen kann“, sagt Max Röhrig.
Ob er und Trainer-Kollege Martin Keskari noch so gut Golf spielen können, versuchen sie beim Heimspiel unter Beweis zu stellen. „Zwischen acht unter und zehn über Par ist alles möglich“, sagt Keskari und lacht. Das Augenmerk des Clubs wird mehr noch auf Neuhofs größten Amateurtalenten liegen: Moritz Küls, Tim Nachtwey, Nikola Durdov und Janne Finn Müller haben für die VcG Neuhof Open eine Wildcard erhalten.

Küls war in den vergangenen beiden Wochen bereits bei den ersten beiden Turnieren des „German Swing“ dabei. Bei der VcG Bodensee Open wurde er geteilter 23. „Ich war überrascht, dass ich so viele Spieler hinter mir lassen konnte“, sagt der Schüler. Bei der VcG Köln Open verpasste Küls genau wie sein Team-Kamerad Nikola Durdov jedoch den Cut, während Tim Nachtwey geteilter 42. wurde. Nach den ersten beiden Runden mit 72 und 71 Schlägen stand der Sohn von Neuhof-Präsident Jochen Nachtwey noch deutlich weiter oben auf dem Leaderboard. Am Finaltag büßte er mit einer 76 noch einige Plätze ein.
Neuhof-Routinier Yannic Völker musste seinen Start absagen
„Ich erwarte von unseren Jungs keine Wunder“, sagt Max Röhrig. „Wir wollen unseren Nachwuchs fördern.“ Nikola Durdov beispielsweise sei gerade einmal 16 Jahre alt und habe zuletzt sehr viel gespielt – was auch für Küls und Nachtwey gelte. Janne Finn Müller ist derweil für Neuhofs Routinier Yannic Völker nachgerückt, der wegen anhaltender Rückenprobleme auf einen Start verzichtet.

Gute Voraussetzungen für einen Erfolg bei der VcG Neuhof Open 2026 bringt der amtierende Hessenmeister Janis Erll mit. Der gebürtige Licher und College-Student mit Golfstipendium zählt nach seinem Wechsel vom Golf-Club Neuhof zum Frankfurter Golf Club auf Anhieb zu den Leistungsträgern im Bundesliga-Team des FGC. Aus seiner Zeit in Dreieich kennt Erll den Platz bestens, kann nachweislich niedrige Runden spielen und hat das klare Ziel Tourspieler zu werden. Motivation und Form stimmen also.
Ein Team-Kamerad von Erll wird in Neuhof zum Konkurrenten: Lukas Lange. Der Neuzugang des Frankfurter Golf Club hat zuvor für den Golfclub Mannheim-Viernheim gespielt und im Mai sein letztes College-Turnier bestritten. Der baden-württembergische Meister von 2025 kam für den FGC jüngst am dritten DGL-Spieltag in Augsburg erstmals zum Einsatz.
Top 5 der Order of Merit bei VcG Neuhof Open 2026 am Start
Zu den Favoriten auf den Sieg dürften derweil die führenden Pro Golf Tour Order of Merit zählen: Dario Antonisse (Niederlande), Kristof Ulenaers (Belgien), Philipp Macionga (Augsburg), Max Schmitt und Mauro Gilardi (Schweiz) sind allesamt bei der VcG Neuhof Open 2026 am Start. Der ehemalige DP-World-Tour-Spieler Schmitt lebt inzwischen in Köln, hat sein Handwerk aber einst bei Trainer Jan Pelz im Golfclub Rheinhessen gelernt. Anfang Juni hat Schmitt im österreichischen St. Pölten bereits ein Pro-Golf-Tour-Event gewonnen. Steht er auch am Ende der Saison unter den ersten fünf der Geldrangliste, steigt Schmitt auf die Challenge Tour auf, die inzwischen HotelPlanner Tour heißt.

Zuschauer sind beim einzigen Tourevent in der Rhein-Main-Region herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei. An den ersten beiden Turniertagen, am Dienstag und Mittwoch, wird morgens und mittags von Tee 1 und Tee 10 gestartet. (zu den Tee-Times) Am Finaltag, am Donnerstag, erfolgt der Start nur am Morgen von Tee 1 und Tee 10. „Ich würde mich freuen, wenn trotz der warmen Temperaturen viele Zuschauer kommen und die tollen sportlichen Leistungen honorieren, die hier gezeigt werden“, sagt Clubpräsident Jochen Nachtwey.
















